Mittwoch, 9. Mai 2012, 20 Uhr

Matthäuskirche, Hertensteinstrasse 30, Luzern

 

Neue Musik von Peter Siegwart (Uraufführungen) und Salvatore Sciarrino, Alte Musik über Leben und Tod, entstanden vor rund 400 Jahren von Leonhard Lechner

 

Programm


Peter Siegwart (*1948), Neue Musik nach Texten von Klaus Merz, Teil 1 (Uraufführung)
Stimmen, Barockinstrumente und Schlagzeug

 

Leonhard Lechner (um 1553 bis 1606), aus: Sprüche aus Leben und Tod, Teil 1
Motette in 15 Teilen zu 5 Stimmen
Texte wahrscheinlich von Georg Rudolf Weckherlin (1584–1653)

 

Salvatore Sciarrino (*1947), Il legno e la parola
Marimba solo

 

Leonhard Lechner, aus: Sprüche aus Leben und Tod, Teil 2

 

Peter Siegwart, Neue Musik nach Texten von Klaus Merz, Teil 2 (Uraufführung)

 

Vokalensemble Zürich

Annette Labusch, Muriel Schwarz, Sopran
Sonoe Kato, Akira Tachikawa, Mezzosopran/Altus
Raphaël Favre, Reto Hofstetter, Tenor
Samuel Zünd, Jean-Christophe Groffe,  Bariton/Bass

 

Instrumentalensemble

Jacqueline Ott, Schlagzeug/Marimba
Regula Keller, Jörn-Sebastian Kuhlmann, Barockviolinen
Reto Cuonz, Barockvioloncello
Martin Zimmermann, Cembalo

 

Peter Siegwart, Leitung

 

Ausgangslage für die neuen Kompositionen von Peter Siegwart sind bestehende und neue Texte des Aargauer Dichters Klaus Merz. Dabei sollen über die eigentlichen Textvorgaben hinaus die spezifischen Momente der Merz’schen Lyrik auch für die Musik wirksam werden: Die Treffsicherheit, der Reichtum an Farben, der in aphoristischer Dichte eingefangene Puls, das schlichte Verweilen ebenso wie der überraschend dramatische Aufriss.
Der Lyrik von Klaus Merz sind vor rund 400 Jahren entstandene, auch hier konzis gefasste Gedanken (Autor ist vermutlich Georg Rudolf Weckherlin) entgegengestellt, eingefangen in einem starken und dennoch beinah unbekannten Motettenwerk von Leonhard Lechner: Die Sprüche aus Leben und Tod sind Gesänge eines «gewaltigen Componisten und Musicus» aus der Umbruchzeit um 1600, Miniaturen von schönster Vollkommenheit.
Il legno e la parola von Salvatore Sciarrino, eines der herausragenden Werke für Marimba solo – und Paradestück von Jacqueline Ott – fungiert als eigenwilliges und selbstredend textloses Zentrum des Programms.
Das Konzert wird zugleich die konzertante Voraufführung eines Teilprogramms des Königsfelder Festspiels Sommer 2012 unter dem Titel Unternehmen Paradies sein.

 

www.vokalensemblezuerich.ch